Babybauch 1

Schwanger Auto fahren – Ist ein spezieller Schwangerschaftsgurt fürs Auto wirklich nötig?

Schwanger Auto fahren, da spricht normalerweise nichts dagegen (sofern man natürlich vom Arzt nicht explizit ein Verbot dafür bekommen hat). Allerdings hat man ja nun noch einen zusätzlichen kleinen Passagier mit an Bord und macht sich über das Thema Sicherheit beim Auto fahren dann doch vielleicht etwas mehr Gedanken als vor der Schwangerschaft.

Auch in der Schwangerschaft gilt: Anschnallen ist Pflicht!

Schwangere sind von der in Deutschland geltenden Anschnallpflicht nicht ausgenommen (auch wenn es offenbar manchmal Ausnahmen gibt). In aller Regel gilt aber: Wer kein erhöhtes Verletzungsrisiko für sich und sein Baby, ein Bußgeld und im Schadensfall eine Mitschuld riskieren möchte, schnallt sich an.

Ist ein Schwangerschaftsgurt fürs Auto nützlich?

Wenn man sich ein bisschen mit dem Thema Anschnallen in der Schwangerschaft beschäftigt, entdeckt man ziemlich schnell, dass es im Handel spezielle Schwangerschaftsgurt-Systeme gibt, die auf dem Autositz angebracht werden können.

Ziel dieser Systeme ist es, den Beckengurt daran zu hindern, über den Bauch und die Gebärmutter zu laufen und im Falle eines Unfalls oder einer Vollbremsung eine Fehlgeburt durch Plazentaablösungen auszulösen

Aber braucht man so einen Gurt wirklich? Nein, notwendig ist ein solcher Schwangerschaftsgurt fürs Auto nicht, wie auch der ADAC bestätigt:

Nach bisherigen Erkenntnissen aus der Realunfallforschung kann man jedoch davon ausgehen, dass auch Schwangere unter Beachtung unserer Tipps alleine durch den Dreipunkt-Sicherheitsgurt gut geschützt sind! (Quelle)

Richtig Anschnallen und  Auto fahren in der Schwangerschaft

Hier im Überblick, welche Tipps der ADAC Schwangeren fürs Anschnallen und Autofahren im Allgemeinen gibt.

Tipps fürs Anschnallen

  1. Immer den Dreipunktgurt verwenden.
  2. Der Dreipunktgurt soll straff anliegen.
  3. Der übers Becken verlaufende Teil muss so tief wie möglich unterhalb des Bauches geführt werden.

Allgemeine Tipps fürs Autofahren

  1. So wenig wie möglichst selbst fahren, da durch einen Aufprall mit Bauchkontakt auf den Lenkradkranz ein hohes Verletzungsrisiko besteht.
  2. Autofahrten in den letzten Monaten wenn möglich reduzieren.
  3. Bei längeren Fahrten mindestens alle zwei Stunden eine Pause einlegen.
  4. Wadenpumpe aktivieren (z.B. Zehen mehrmals hintereinander hochziehen) und ggf. Kompressionsstrümpfe tragen.
  5. Viel trinken.

 Beispiel: So funktioniert der BeSafe Pregnant

Schlecht ist ein Schwangerschaftsgurt fürs Auto aber natürlich trotzdem nicht und für den einen oder anderen ja doch eine Überlegung wert. In diversen Foren berichten Schwangere z.B., dass sie den Gurt als sehr bequem empfinden, da nichts am drückt oder verrutscht.

Daher hier mal am Beispiel des BeSafe Pregnant (erhältlich z.B. bei Amazon.de – Preis liegt bei rund 39 €), wie das Anlegen funktioniert.

https://www.youtube.com/watch?v=EtocUk-xsKw

Hinweis: Alternativ ist von BeSafe auch der BeSafe Pregnant iZi Fix erhältlich (z.B. bei Amazon.de – Preis liegt bei rund 59 €). Dieser wird an den ISOfix-Befestigungspunkten auf dem Bei­fahrersitz oder auf den Rücksitzen befestigt.

Ähnliche Gurte gibt es auch von anderen Herstellern wie z.B. Clippasafe oder Altabebe.

Ich persönlich habe mir keinen solchen Schwangerschaftsgurt zugelegt, sondern halte mich an die oben genannten Tipps vom ADAC und achte darauf, dass der Beckengurt immer schön unter dem Bauch sitzt – das funktionierte bei mir während der ganzen bisherigen Schwangerschaft (aktuell 36. SSW) wunderbar, ohne das etwas verrutscht ist.


Bildquelle: „Pregnant“ von Frank de Kleine (flickr). Lizenz: CC BY 2.0

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